ClickClickWhat – Fotografen quatschen über Crowdfunding & Titten

(Geil, endlich kann ich mal „Titten“ schreiben – und zwar mit Bezug zum folgenden Inhalt. Jetzt endlich gehen die Clicks hier durch die Decke. Yeah!)

Ben Hammer und Steffen Böttcher (der Stilpirat) habe gemeinsam einen neuen Youtube-Kanal aus der Taufe gehoben: ClickClickWhat. Wobei er so ultraneu ist gar nicht mehr, so knappe zwei Monate halt. Spannend finde ich erstmal die Kombination aus Steffen (falls du das jemals lesen solltest, aber in der Runde des ersten Videos fällst du schon etwas aus dem Rahmen 😉 ) und Ben Hammer. Der eine halt schon was älter und „steifer/überlegter“, der andere halt eher Typ „junger Chaot“.

Die beiden haben sich für ihre erste Sendung gleich zwei bekannte Namen der deutschen Fotografen-Szene eingeladen und zwar Maggie Herker und Ben Bernschneider. Letzteren kenne und verehre ich ob seiner geilen Bilder und entspannten Art eh. Maggies Vorliebe für Sneaker kann ich zwar nicht im selben Maße teilen – aber das was sie macht, macht sie gut. Ganz anderer Stil als das, was ich selber gerne machen würde, aber cool. Maggie und Ben haben beide Projekte via Crowdfunding finanziert, er Bücher, sie einen Kalender. Das ganze, sehr entspannte Gespräch in lockerer Runde bei ein paar Reissdorf dreht sich dann auch überwiegend darum – warum Crowdfunding, welche Plattform, was kommt bei rum. Dazu dann noch Erfahrungen mit Fans, Followern und Feministinnen und eine Runde sinnfreien drauflos-Gequatsches, darüber, ob man „Titten“ sagen darf oder „Brüste“ sagen soll. Sehr unterhaltsam, cool gemacht und auch irgendwie inspiererend.

Fazit: Gucken. Fazit für die beiden Macher: Weitermachen! Unbedingt.

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinteresttumblr

die Impossible I-1 und Gedanken über das Spielerische an der Fotografie

Impossible project i-type

Ich konnte unlängst nicht der Versuchung widerstehen, mir eine Impossible I-1 Kamera zu kaufen. Sprich, direkt am Tag, als sie erschien, habe ich eine Kamera und ein paar Farb- und Schwarz-Weiß-Filme gekauft. Die Kamera ist schon sehr cool. Macht erstmal einen wertigen Eindruck, das Verbinden mit der App funktioniert auch gut. Und wenn alles gut läuft, macht sie auch echt brauchbare Bilder – dass man von ihr nicht technisch die selbe Qualität wie von echtem analogen Film erwarten kann, liegt ja auf der Hand.

Zickig ist sie bei sehr hellem Licht, aber im großen und ganzen ein schönes Spielzeug. Ernsthaft fotografieren? Ja, geht auch, treibt einem aaber aufgrund der Unzuverlässigkeit des Filmmaterials und ihrer Neigung zur Überlichtung in Kombination mit den Preisen pro Bild die Tränen in die Augen.santa sabina I

Spass macht es aber trotzdem. Ich muss vermutlich einfach mal ein oder zwe Filme investieren, um besser greifen zu können, wie sie in verschiedenen Situationen tickt bzw. wie zuverlässig der manuelle Modus der App ist. Klar ärgere ich mich, wenn ein eigentlich cooles Bild versaut ist, weil der Film „kahle“ Stellen hat (ich denke jeder, der schonmal mit dem Material gearbeitet hat, weiß was ich meine), aber ich fotografiere einfach gerne. Ich mache gerne Bilder. Manche sollen perfekt sein (oder so perfekt, wie ich das eben hinbekomme), an andere, inbesondere, wenn ich sie nur für mich mache, habe ich den Anspruch nicht. Fotografie ist für mich ein Hobby, Zeitvertreib, eine Leidenschaft. Und als Mensch bin ich nunmal einmal ein „homo ludens“ und damit entwickle ich mich spielerisch über „Fotografieren ohne Anspruch“ weiter. Fotografiere ich z.B. auf einer Hochzeit, dann mache ich das, was ich kann und halte mich mit überzogenen Experimenten zurück. Würde ich aber nur das machen, was ich kann, würde ich auch in 5 Jahren noch das selbe machen wie heute.Das ist der Grund, warum ich manchmal, wie z.B. letztens in Holland bewußt nur leicht abseitige Kameras, wie eine Holga oder so verwende, um mich mal hin und wieder aus immer dem selben Trott rauszuholen.

bosaIch mag Sachen ausprobieren, sei es eben mal sowas wie diese Kamera oder die Reality So Subtle (die 6×17 Pinhole), die mich auch manchmal nervt, weil manchmal Filme am Rand einreißen oder sie nicht 100% lichtdicht aufwickelt… Naja, das ist dann eben so. Aber manchmal, so ganz hin und wieder, kommt dann eben etwas dabei heraus, dass seinen eigenen Charme hat.

Vor zwei Jahren hätte ich eine Polaroidkamera nicht haben wollen, heute möchte ich mit der mal eine Portrait-Session machen. Jemand Lust dazu? Bitte melden…!

 

Facebooktwittergoogle_plusredditpinteresttumblr

Zwei Portraits…

in the need of rest…wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Das eine indoor entstanden, mit einer analogen Kamera auf Film gebannt; das andere outdoor, in bestem Licht mit einer digitalen Vollformatkamera. Das eine ungestellt und von einem Mann (kein Model), das andere entstand in einem Foto-Shooting von einem weiblichen Model. Das eine zeigt Erschöpfung und Anstrengung (der Gute arbeitet zuviel…), das andere dagegen sowas wie Anmut und Eleganz. Schwarzweiß und quasi unbearbeitet vs. Farbe und (deutlich) nachbearbeitet.

Mir gefallen beide. Das ist ja das, was mir an der Fotografie gefällt. Ich kann vieles ausprobieren, Kameras, Linsen, Filme, Nachbearbeitung. Für jemanden wie mich, der ansonsten kein ausgeprägtes künstelerisches Talent hat (Singen, musizieren, malen? Kann ich alles nicht.) tut sich da ein riesiges Feld kreativer Gestaltungsmöglichkeiten auf.

portrait of a ladyNachdem ich sonst hauptsächlich Landschaftsfotografie und Street & Travel meine Genres nennen würde, versuche ich mich derzeit mehr darin, Menschen abzulichten. Ist komplett anders. Die Ergebnisse soweit können sich aber sehen lassen, oder?

 

Danke an Mag fürs Model stehen.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinteresttumblr

Ich geh auf einen Fotoworkshop

Nachdem ich bis jetzt eher Landschaften, Street und sowas in der Art gemacht habe (und das nicht sooo scheiße 😉 ), will ich mich zukünftig ja mehr auf das Ablichten von Menschen fokussieren. Kann ich zwar auch schon irgendwie, aber es spricht ja nichts dagegen, nach Inspiration, Feedback und Verbesserung zu suchen und zu streben. Fotoworkshops habe ich schonmal gemacht. Meinen ersten 2009 oder so bei einem kleinen Veranstalter in Frankfurt. Der war aber eher… Sagen wir mal nicht so doll. Blende, ISO, Belichtungszeit erklärt und dann hießes  „fotografiert mal hier was abstraktes im Studio“… Hä? Die Exkursion am zweiten Tag in die Stadt… Naja, irgendwie lustlos. Hat wohl einen Grund, dass ich den Namen von denen vergessen habe.

ElephantDen zweiten Workshop habe ich in Botswana gemacht. Botswana? Genau, so ein kleines Land im südlichen Afrika. Zwei Wochen war ich da unten, total nette Menschen kennengelernt, im Busch gezeltet, abends am Lagerfeuer Bier getrunken während hinter uns die Elefanten durchs Unterholz wechseln… Viel rumgelaufen und -gefahren, Leoparden, Geparden, Elefanten und noch vieles andere gesehen und fotografiert. Schon sehr, sehr geil. Leider funktioniert Wildtierfotografie in Deutschland ganz anders als in afrikanischen Naturschutzgebieten und ist für jemanden mit meinem Job (Beratung, dementsprechend viel unterwegs) kaum machbar. Ausgerichtet wurde der Kurs übrigens von EcoTraining, einem Veranstalter, der sonst eher Safari-Guides ausbildet. Also wer Interesse hat… klick.

Ach ja, jetzt habe ich Natural Light – Portrait und People Fotografie bei Patrick Ludolph von neunzehn72 gebucht. Ich bin mal gespannt. Paddys ist als Fotograf auch Quereinsteiger und (überwiegend?) als Hochzeitsfotograf tätig. Sein Stil zu fotografieren ist schon ganz geil und nachdem ich auch schon etlcihe Videos und Podcasts mit ihm gesehen habe, gehe ich davon aus, dass er auch was an Content rüberbringen wird. Die Erwartungen sind auf jeden Fall hoch.Ich werde berichten.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinteresttumblr

Nochmal die Pinhole, aber diesmal am Hafen

Ich hatte ja letztens schonmal darüber geschrieben, dass ich jetzt eine Reality so Subtle 6×17 Pinhole habe. Aber auch darüber, dass ich leichte Bedienungsprobleme hatte, weswegen ich das Format nicht komplett ausnutzten konnte, weil die Finger meiner rechten Hand mit auf den Bildern waren.

Über Ostern waren wir in Edam am Ijsselmeer und da dort am Hafen habe ich es dann auch mal geschafft, ordentliche Ergebnisse zu bekommen.

edam harbour, before the storm

Geil, oder? Ilford FP4, ca. 3 Sekunden belichtet, 1 Stunde Standentwicklung in Rodinal 1:100. nach dem Scannen noch ein wenig in Lightroom nachbearbeitet.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinteresttumblr

Agfa Box 50

Agfa Box 50.Boxkameras sind ja nach der Lochkamera so ziemlich das einfachste, was es fotografisch geben kann. Im Prinzip wie eine Holga, Eine kleine dunkle Kiste, vorne ein Loch mit einer billigen Fixfokus-Linse, ein Verschluss mit Schnappmechanismus und fertig ist die Kamera. Seinerzeit der billige Einstieg in die Fotografie, heute eher Kuriositäten. Wobei ich die immer lustig finde und sie auch gerne mal ausführe. Nicht unbedingt was für ernsthafte Fotografie, aber immer ein nettes Spielzeug.

Heute war in Nippes Flohmarkt und direkt am ersten Stand habe ich diese kleine Preziose gesehen. Am ersten Stand kauft aber man aber nix – allerdings war es wohl ein Wink des Schicksals, dass die kleine Knipskiste auch am Ende unserer Runde übern Flohmarkt noch keinen Besitzer gefunden hatte. Das verhandeln war kurz und schmerzlos („Was kost‘ das gute Stück?10 will ich haben. 5 geb ich dir. Sagen wir 6. Ok“) und so wechselte dann diese Agfa Box 50 den Besitzer.

Ganz lustiges Ding, 6×9, zwei Belichtungszeiten (1/50 und Bulb), zwei Blenden (8 und 11, wobei die 8 einmal mit, einmal ohne Gelbfilter daherkommt). Außerdem mit zwei (immer noch klaren) Suchern für Hoch- und Querformat und den passenden Stativgewinden. Damals (zwischen 1949 und 1951) kostete sie wohl 9,90 DM – damit wäre sie ohne Inflationsbereinigung heute teurer gewesen als seinerzeit neu 😉

Facebooktwittergoogle_plusredditpinteresttumblr

Mit der Pinhole am Strand

zeeland i

Vor einiger Zeit konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, mir eine 6×17 Lochkamera zu kaufen, und zwar diese hier: https://aupremierplan.fr/custom-cameras/6×17-panoramic-pinhole/. Die Dinger sind wirklich supergut verarbeitet, noch recht handlich und haben zwei Löcher, eines für „mehr Boden“ und eines für „mehr Himmel“. Coole Sache. Allerdings sind sie so weitwinklig, dass man aufpassen muss, die Finger nicht auf dem Bild zu haben, wenn man bei kurzen Belichtungszeiten den Schieber vorm Loch auf- bzw. zumacht.

Freundlicherweise hat James, der Designer der Kamera zum Handling noch ein kleines Video ins Netz gestellt, was ich halt für den ersten Film halt zu spät gesehen habe… Das Einfädeln des Films ist etwas fummelig, aber mit ein wenig Übung auch nicht wirklich das Problem.

Den ersten Einsatz hat die Kamera am Strand in Zeeland hinter sich gebracht. Endlose Weiten. Viiiiel Himmel, aber leider keine Wolken, dafür passte der Vordergund.

Darum musste ich die beiden Bilder rechts croppen, passt aber vom Bildaufbau immer noch. Ein geiles Format! Leider hilft das nicht, den Wunsch, nach einer echten 6×17-Kamera zu lindern, eher im Gegenteil…

zeeland ii

Nachteil: Viel Himmel heißt auch gleich viel sichtbarer Staub, da kann man sich echt einen Wolf stempeln in der Nachbearbeitung. Ilford FP 4, entwickelt in Amaloco AM 74, 1:19 bei 20°.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinteresttumblr

de Madrid al cielo

madrid, calle de las huertas– von Madrid in den Himmel. 1999 habe ich ein Semester in Madrid an der Universidad Autónoma de Madrid studieren können. War eine geile Zeit. In einer geilen Stadt. Seitdem war ich nur ein oder zweimal kurz wieder dort, aber letztens ergab sich mal wieder die Gelegenheit für ein Wochenende dort. Günstiger Flug, tolles Apartment über airbnb. Zwei Tage in einer der tollsten Städte, die ich kenne (und ich habe durchaus schon ein paar Groß- oder Hauptsädte gesehen…). Leider war das Wetter nicht so dolle, aber was solls.

Vieles hat sich geändert, anderes wieder nicht. Deutlich ist zu sehen, dass die wirtschaftlichen Verwerfungen der letzten Jahre die Stadt und ihre Bewohner stark getroffen haben. Trotzdem hat die Stadt ihren Charme und ihre Austrahlung behalten können, wie aus dem Ei gepellt sah sie ja eh noch nie aus.

madrid, shitty weather outside, a glas of wine insideFreitag abends spät angekommen, die Klamotten abgeworfen und auf ging es ins Nachtleben irgendwo zwischen Atocha und Sol. Samstags stand zunächst eine Stadtführung auf dem Programm, später standen wir dann in Chueca vor dem Haus in der Calle San Lucas 15, in dem ich damals gewohnt habe; waren im Finnegans (dem Irish Pub in dem mein seinerzeitiger Mitbewohner fast so viel Zeit verbracht haben, wie in der Uni) und im La Venencia, der Bar, die nur Sherry verkauft. Reicht ja auch, oder? Irgendwann versackten wir dann nochmit ein paar Spaniern an der Theke irgendeiner Kneipe, in die uns der Regen getrieben hatte.

Sonntags waren wir dann zunächst auf dem Rastro (Flohmarkt), und sind dann einfach nur mehr oder weniger ziellos durch die Stadt gestreift, bevor wir dann irgendwann wieder zum Flughafen mussten.

Spanier sind cool. Madrid ist es auch. Ich komme wieder.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinteresttumblr

Throwback Thursday: Hosen runter für Schaffenspausen

Kennt Ihr das? Da scrollt Ihr auf Facebook, Twitter, Instagram & Co durch Eure Chronik, Newsfeed oder was auch immer und denkt Euch bei dem einen oder anderen Bild „das kenn ich doch“? Und darunter oder darüber steht dann was von TBT oder „Throwback Thursday“. Klar, timelines wollen gefüllt sein, Follower wollen ständig neues Futter. Und da kann man ja auch mal das tolle Bild von letztens Mal nochmal hevorkramen und posten, oder? Und schön, wenn man sich dabei noch auf einen angeblichen „Internet-Brauch“ berufen kann.

Vielleicht war das Bild wirklich gut, vielleicht gibt es ein paar neue Favs, Likes oder Follower (und damit Futter fürs Ego); aber eigentlich heißt es ja nix anderes, dass man nicht wirklich etwas Neues zu zeigen hat und trotzdem Applaus will, oder? Ist es schlimm, mal eine Zeit lang nichts wahnsinnig außergewöhnliches erlebt zu haben oder keine super Shootings mit tollen Modellen gemacht zu haben? Eigentlich ja nicht, aber Facebook & Co treiben einen dazu, immer wieder nachzulegen. Und gefangen zwischen dem Druck, abzuliefern und der verbotenen Option, mal nix zu posten, werden lieber die ollen Kamellen von letztens nochmal hochgeholt. Statt sich aufs Erleben (oder Nicht-Erleben) zu konzentrieren, denkt man ans drüber posten… Schade eigentlich.

Facebooktwittergoogle_plusredditpinteresttumblr