Kim & Tammy

Vor zwei Wochen war in Steinfurt ein TION-Event. Ich hatte dort das Glück, u.a. mit Kim und Tammy ein paar Bilder machen zu können. Es sind noch nicht alle Filme entwickelt oder gescannt aber ein bisschen was habe ich hier schon mal.

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Kim

scan903Tammy

Beides mit meiner Mamiya 645 auf TRI-X400 aufgenommen und in Rodinal entwickelt.

die Impossible I-1 und Gedanken über das Spielerische an der Fotografie

Impossible project i-type

Ich konnte unlängst nicht der Versuchung widerstehen, mir eine Impossible I-1 Kamera zu kaufen. Sprich, direkt am Tag, als sie erschien, habe ich eine Kamera und ein paar Farb- und Schwarz-Weiß-Filme gekauft. Die Kamera ist schon sehr cool. Macht erstmal einen wertigen Eindruck, das Verbinden mit der App funktioniert auch gut. Und wenn alles gut läuft, macht sie auch echt brauchbare Bilder – dass man von ihr nicht technisch die selbe Qualität wie von echtem analogen Film erwarten kann, liegt ja auf der Hand.

Zickig ist sie bei sehr hellem Licht, aber im großen und ganzen ein schönes Spielzeug. Ernsthaft fotografieren? Ja, geht auch, treibt einem aaber aufgrund der Unzuverlässigkeit des Filmmaterials und ihrer Neigung zur Überlichtung in Kombination mit den Preisen pro Bild die Tränen in die Augen.santa sabina I

Spass macht es aber trotzdem. Ich muss vermutlich einfach mal ein oder zwe Filme investieren, um besser greifen zu können, wie sie in verschiedenen Situationen tickt bzw. wie zuverlässig der manuelle Modus der App ist. Klar ärgere ich mich, wenn ein eigentlich cooles Bild versaut ist, weil der Film „kahle“ Stellen hat (ich denke jeder, der schonmal mit dem Material gearbeitet hat, weiß was ich meine), aber ich fotografiere einfach gerne. Ich mache gerne Bilder. Manche sollen perfekt sein (oder so perfekt, wie ich das eben hinbekomme), an andere, inbesondere, wenn ich sie nur für mich mache, habe ich den Anspruch nicht. Fotografie ist für mich ein Hobby, Zeitvertreib, eine Leidenschaft. Und als Mensch bin ich nunmal einmal ein „homo ludens“ und damit entwickle ich mich spielerisch über „Fotografieren ohne Anspruch“ weiter. Fotografiere ich z.B. auf einer Hochzeit, dann mache ich das, was ich kann und halte mich mit überzogenen Experimenten zurück. Würde ich aber nur das machen, was ich kann, würde ich auch in 5 Jahren noch das selbe machen wie heute.Das ist der Grund, warum ich manchmal, wie z.B. letztens in Holland bewußt nur leicht abseitige Kameras, wie eine Holga oder so verwende, um mich mal hin und wieder aus immer dem selben Trott rauszuholen.

bosaIch mag Sachen ausprobieren, sei es eben mal sowas wie diese Kamera oder die Reality So Subtle (die 6×17 Pinhole), die mich auch manchmal nervt, weil manchmal Filme am Rand einreißen oder sie nicht 100% lichtdicht aufwickelt… Naja, das ist dann eben so. Aber manchmal, so ganz hin und wieder, kommt dann eben etwas dabei heraus, dass seinen eigenen Charme hat.

Vor zwei Jahren hätte ich eine Polaroidkamera nicht haben wollen, heute möchte ich mit der mal eine Portrait-Session machen. Jemand Lust dazu? Bitte melden…!

 

Nochmal die Pinhole, aber diesmal am Hafen

Ich hatte ja letztens schonmal darüber geschrieben, dass ich jetzt eine Reality so Subtle 6×17 Pinhole habe. Aber auch darüber, dass ich leichte Bedienungsprobleme hatte, weswegen ich das Format nicht komplett ausnutzten konnte, weil die Finger meiner rechten Hand mit auf den Bildern waren.

Über Ostern waren wir in Edam am Ijsselmeer und dort am Hafen habe ich es dann auch mal geschafft, ordentliche Ergebnisse zu bekommen.

edam harbour, before the storm

Geil, oder? Ilford FP4, ca. 3 Sekunden belichtet, 1 Stunde Standentwicklung in Rodinal 1:100. nach dem Scannen noch ein wenig in Lightroom nachbearbeitet.

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de Madrid al cielo

madrid, calle de las huertas– von Madrid in den Himmel. 1999 habe ich ein Semester in Madrid an der Universidad Autónoma de Madrid studieren können. War eine geile Zeit. In einer geilen Stadt. Seitdem war ich nur ein oder zweimal kurz wieder dort, aber letztens ergab sich mal wieder die Gelegenheit für ein Wochenende dort. Günstiger Flug, tolles Apartment über airbnb. Zwei Tage in einer der tollsten Städte, die ich kenne (und ich habe durchaus schon ein paar Groß- oder Hauptsädte gesehen…). Leider war das Wetter nicht so dolle, aber was solls.

Vieles hat sich geändert, anderes wieder nicht. Deutlich ist zu sehen, dass die wirtschaftlichen Verwerfungen der letzten Jahre die Stadt und ihre Bewohner stark getroffen haben. Trotzdem hat die Stadt ihren Charme und ihre Austrahlung behalten können, wie aus dem Ei gepellt sah sie ja eh noch nie aus.

madrid, shitty weather outside, a glas of wine insideFreitag abends spät angekommen, die Klamotten abgeworfen und auf ging es ins Nachtleben irgendwo zwischen Atocha und Sol. Samstags stand zunächst eine Stadtführung auf dem Programm, später standen wir dann in Chueca vor dem Haus in der Calle San Lucas 15, in dem ich damals gewohnt habe; waren im Finnegans (dem Irish Pub in dem mein seinerzeitiger Mitbewohner fast so viel Zeit verbracht haben, wie in der Uni) und im La Venencia, der Bar, die nur Sherry verkauft. Reicht ja auch, oder? Irgendwann versackten wir dann nochmit ein paar Spaniern an der Theke irgendeiner Kneipe, in die uns der Regen getrieben hatte.

Sonntags waren wir dann zunächst auf dem Rastro (Flohmarkt), und sind dann einfach nur mehr oder weniger ziellos durch die Stadt gestreift, bevor wir dann irgendwann wieder zum Flughafen mussten.

Spanier sind cool. Madrid ist es auch. Ich komme wieder.

Sylt im Winter

Wie schon letztes Jahr über den Jahreswechsel waren wir auch dieses Jahr „zwischen den Jahren“ auf Sylt. Abgesehen von den ganzen großkopferten Porsche-Cayenne-Fahrern und Hermes-Taschenträgerinnen, die man in einer großen Fischbude sitzend findet, wo sie ihren Prosecco schlürfen (die dritte Flasche…) und dazu Apres-Ski-Musik hören, eine wirklich wunderschöne Insel.

Anders als sonst habe ich für meine Verhältnisse wenig analog, dafür aber vergleichsweise viel digital fotografiert, insbesondere habe ich in Hörnum ein paar Langzeitbelichtungen machen können, die mir wirklich gut gefallen.

tetrapodes I

hörnum harbour II

ghosts

Pech nur, dass wir uns dafür genau den Tag ausgeguckt hattenn, an dem eh kaum Wind war und deswegen die Wolken sich nicht besonders haben ziehen lassen. Na ja, man kann nicht alles haben. Dafür ist meine Kamera auch nicht samt Stativ im Sturm umgeflogen, wie es jemand anderem am letzten Tag passiert ist 😉

Nervig bei den Langzeitbelichtungen ist der Dreck auf dem Sensor, den man in einer Deutlichkeit sieht, dass man glatt das Kotzen kriegen möchte… Man kommt da schon ganz schön ins Stempeln in Lightroom. Naja, das kenne ich ja so ähnlich auch vom Negativscannen, wo man ja sonst auch jede Fluse und jedes Staubkorn auf dem Scan sieht.

Am Ende gab es dann aber auch was analoges; ganz besonders gefällt mir dieses Pinhole-Bild:

a void

Aufgenommen auf Ilford FP4, 4“x5“, ca. 2 Sekunden belichtet.

Hongkong, Tag 1 bis 4. Und ein paar Gedanken über asiatische Großstädte.

IMG_7858„Hongkong“ oder „Hong Kong“? Ich stolper‘ da immer wieder drüber. Gerade mal bei der allwissenden Müllhalde namens Wikipedia geguckt. Hong Kong ist englisch, die zusammengeschriebene Variante deutsch. Also „Hongkong“.

Freunde von Steffi sind da vor eineinhalb Jahren hingezogen und man hatte schon das eine oder andere Mal versucht, mich zu bequatschen, dass ich mitkommen soll, die beiden zu besuchen. Um den halben Globus nur für ein paar Tage wäre mir aber schlicht zu viel gewesen, aber in der Kombination mit der Thailandreise (und mit einem echt billigen Rundflug)… Naja, dann fahren wir eben auch nach Hongkong.

Eines vorab: ich war bzw. bin begeistert. Insgesamt haben mir sogar die Städte wie Bangkok, Chiang Mai und eben auch Hongkong echt gut gefallen. Klar, trubelig, laut, Luftkurorte sind es auch keine – aber geil. Asiatische Großstädte haben was (Disclaimer: ich war mal für eine Woche in Seoul. Bitte nie wieder.). Als Vergleich an echten Großstädten mit x Millionen Einwohnern habe ich in Asien eigentlich nur Bangalore (in Indien), Seoul, Bangkok und jetzt dann eben Hongkong (daneben war ich dann noch in London, Paris, Madrid, Berlin, Mexiko, Sao Paulo, Cordoba und Johannesburg, sprich die eine oder andere größere Stadt habe ich durch aus schon gesehen.).

  • Seoul: Ein Altstadtbereich, der ganz hübsch ist, und ein Riesenteil der Stadt, der mit mehr oder weniger gleichen, in Schattierungen von kackbraun IMG_7690gehaltenen Hochhäusern entlang vielspuriger Strassen zugepflastert ist. Nicht schön, die Menschen, die ich kennenlernen durfte, waren alle total überarbeitet und das Essen ist auch eher… Nicht meines halt.
  • Bangalore: Indien halt. Chaos und Anarchie pur auf der Straße. Verkehrsregeln werden weitestgehend komplett ignoriert, dreckig ist auch. Aber irgendwie geil. Ich mag Indien einfach. Das Essen ist super, die Menschen, mit denen ich zu tun hatte, waren durch die Bank nett und offen, das Arbeiten dort hat einfach Spass gemacht. Die Stadt selber ist nicht schön, weil zu schnell gewachsen und infrastrukturell komplett überfordert – und trotzdem cool.
  • Bangkok: Erwartet hatte ich etwas in der Art von Bangelore. Ist aber viel sauberer, organisierter, ein bisschen „langweiliger“, aber genau deswegen auch als Touri leichter zu „begreifen“ und erleben. Nix mit Chaos, aber immer noch wuselig genug, um „Asien zu sein“; dazu noch sicher – ja, da wird es Einschränkungen geben, aber ich habe mich da, wo wir uns nachts bewegt haben, nie komisch gefühlt.
  • Hongkong: Hongkong selber, auf der gleichnamigen Insel gelegen, ist dann doch schon sehr europäisch – die Langnasendichte ist viel höher als z.B. in Bangkok und vor allem sind es im wesentlichen keine Touris, sondern Menschen, die hier leben und arbeiten. Das sieht dann auf der anderen Seite des Hafens schon wieder anders aus – alles etwas abgerockter und chinesicher, sobald man sich in Kowloon ein paar Schritte vom Hafen entfernt. Insgesamt sieht man aber total viel Geld – Maybachs, Ferraris, Lamorghinis, Porsches auf den Straßen; Burberry, Hermes, Gucci und andere Nobelmarken in den Shopping Malls. Und jedes zweite Gebäude ist eine Mall – zumindest gefühlt. Trotzdem irgendwie viel grüner als gedacht und auch alles stressfrei und viel auch zu Fuß erleb- und erlaufbar. Schön. Coole Stadt, würde ich wieder hinfahren, wenn es auf dem Weg liegt 🙂

scanScan-151203-00075Wir sind mittags in Hongkong angekommen und haben vom Flughafen aus erstmal den Zug in die Stadt genommen, wo wir uns mit Jan getroffen haben. Als erstes haben wir dann mal unsere Sachen bei Jan und Elle zuhause abgeworfen, Jan zur Arbeit „geschickt“ und sind dann zu Fuss los. Rund um Central, Soho, entlang der Central Mid Level Escalators… Wir waren in Lantau beim Tian Tan Buddha, haben uns in Kowloon die Füße platt gelaufen und haben unsere Nasen in jeden Markt und chinesischen Heilmittelladen gesteckt, die wir gesehen haben. Ein paar coole Tage – auch wenn die Zusammenfassung zu spät und zu knapp kommt – es war toll. Ich hoffe, man sieht es auch an den Fotos.

In Hongkong habe ich dann auch wieder überwiegend analog fotgafiert. Passte da irgendwie so gut…

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Thailand Tag 17 – 19

Klein ist die Welt. Beim Check-In in Krabi (einem wirklicher eher „sehr klein“ zu nennenden Flughafen im Süden von Thailand), sagt Steffi auf einmal, dass sie „den da drüben“ kennen würde. So war es dann auch. „Der da drüben“ war Patrick, ein Kumpel von Steffis Bruder, der zusammen mit seiner Frau Saskia auch Urlaub in Thailand gemacht hat. Die beiden saßen dann auch noch im selben Flieger wie wir. Das Ende vom Lied war, dass wir zusammen mit den beiden, nach dem Einchecken und Gepäck abwerfen im Hotel (4 Sterne und sehr geil), in der MBK-Mall ein erstes und irgendwo in der Nähe von Soi Cowboy (eine der Bangkoker Rotlichtstraßen, die wirklich so heißt, da kann ich auch nix für), Stunden später ein letztes Bier getrunken haben. Eh klar, wenn (Wahl-) Kölner aufeinandertreffen…

Der Montag stand im Zeichen von Shoppen, Füße vertreten und Abends ging es dann nochmal auf den Nachtmarkt. Allerdings nicht allzulang, den Dienstag morgen mussten wir schon um 5 aufstehen, weil es ja weiter nach Hongkong gehen soll!

Thailand Tag 13  – 16, Ko Lanta

imageEinen Tag früher als ursprünglich gedacht, sind wir dann am Mittwoch, Steffis Geburtstag nach Ko Lanta gefahren, nachdem unser Hotel dort, das Pearl Beach Ressort, uns signalisiert hatte, dass sie auch für die Nacht schon einen Bungalow für uns haben würden.

In Khao Shok hatten wir einen Transfer bis nach Köln Lanta gebucht für 700 Bhat pro Nase. Am Hotel wurden wir mit einem Minibus abgeholt, Typ Chicken Bus. Ausgelutscht, Stoßdämpfer hinüber und komplett mit Menschen und Gepäck überladen. Mit dem ging es dann gut zweieinhalb Stunden nach Krabi, wo wir an einer Art Busterminal sortiert worden sind: Ko Lanta, Ko Phi Phi, Ko weiß nicht was… Kenntlich gemacht wurde das Ganze durch einen kleinen, handgeschriebenen Aufkleber, den man aufs T-Shirt geklebt bekam. Nach einer Viertelstunde ging es dann mittels (auch überladenem) Pick-Up an das Fährterminal, wo wir ein Ticket für die (ja, auch quasi übervolle) Fähre bekommen haben. Nach nochmal zweieinhalb Stunden Fährüberfahrt mit ein- und ausbooten von Passagieren, die zwischendurch auf eine kleinere Insel ohne Hafen wollten und daher „auf hoher See“ umsteigen mussten, kamen wir dann auch endlich mal in Ko Lanta an. Auf  dem Boot haben wir zwei Südafrikanerinnen getroffen, die auf eine Radtour von Honkong nach Malaysia Schulen, Unis usw. besucht haben, um den Menschen das Nashorn-Kaufen auszur den. Coole Aktion: Buy no Rhino. Endlich angekommen ging es mit wilder aber kostenloser Tuktuk-Fahrt ins Hotel, frisch gemacht, an den Strand, was bummeln, was essen und nach ein oder zwei Chang Bier ins Bett.

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Donnerstags haben wir uns einen Roller gemietet und sind (inklusive Verfahren) in den Süden der Insel, in einen kleinen Nationalpark gefahren. Kostet zuviel Eintritt, hat zwar einen sehr schönen Strand aber nur unterirdische Buden vor Ort. Außerdem kam gerade das dickste Gewitter auf, vor dem wir dann auch recht bald geflüchtet sind. Mehr oder weniger noch rechtzeitig, kurz vorm Hotel fing es an zu schütten. Für den der vorgesetzt und unterwegs auch noch von einer Wespe oder so auf die Nase gestochen wurde, eher unangenehm… Danach haben wir einfach den Rest des Tages vertrödelt, was gelesen und sind nur noch abends mal an den Strand zum Sonnenuntergang gucken und fotografieren.

Freitag war Strandtag (inklusive Sonnebrand, ich Depp!) und wir sind mal kurz mit dem Tuktuk in den Hafenort gefahren, dort war es aber eigentlich zu heiß, um irgendwas groß zu machen, also ging es wieder retour.

Für Samstag morgen haben wir uns dann zu einer Schnorcheltour angemeldet (kostete eigentlich 1.000 Bhat, aber der Typ aus dem Hotel meinte nur „I can get it for 900 for you“. So war es dann auch. Die Tour mit dem Langboot ging zu vier verschiedenen Inseln, an den ersten zwei hatten wir je so zwischen 30 und 40 Minuten Zeit zu Schorcheln, wobei wir auch eine Menge gesehen haben (u.a. auch Muränen). Danach sind wir, und das war für mich eigentlich das Highlight, nach Koh Muk gefahren und durch die Emerald Cave geschwommen, um am anderen Ende der Höhle an einer ganz verwunschenen Beach rauszukommen. Leider waren wir nicht alleine, sondern es waren bestimmt rund 200 Leute da. Geil ist es da aber schon. Ist halt nunmal ein besonderer Ort, echte Geheimtipps gibt es eh kaum (noch), und wir sind ja selber Touris – albern, sich da zu beschweren, wenn man irgendwo nicht der Erste ist…

Fazit nach drei Tagen Insel ist: sehr schön, sehr erschlossen (nicht so schön), viele nette Bars am Strand und irgendwie denke ich immer an Tsunamis… Komisch, hier zu sitzen und dabei an die Nachrichten von vor ein paar Jahren zu denken, als Abertausende hier und auf den anderen Inseln und an den Küsten rund um den Indischen Ozean und die Andamanensee gestorben sind…

Thailand Tag 10 – 12, Khao Sok

imageEigentlich kann man den Tag 10 auch weglassen: mit dem Taxi morgens zum Flughafen, dann da was abgeschimmelt, bevor es echt brauchbar mit Air Asia für 20 Euro und ein paar kaputte nach Surat Thani ging, wo uns schon ein Fahrer vom Hotel erwartet hat. Also schon in dem Sinne, dass wir ihn nach 20 Minuten gefunden haben und nicht er uns. Aber das sind Details, die wir gerne verschweigen wollen.

Bis wir dann endlich in unserer Unterkunft in Khao Sok waren, war es tatsächlich knapp 5 Uhr nachmittags. Das Kaff selber ist denkbar unspektakulär, besteht aus einem guten Dutzend Häusern, Hütten und Lodges entlang eines Feldweges im Dschungel. Und das hat leider nix mit himmlischer Ruhe zu tun, weil es dort Kampf-Zikaden und -Frösche gibt, die vom späten Nachmittag bis ins Morgengrauen in einer unvorstellbaren Lautstärke Radau machen. Also so laut, dass man sich zwischendurch wirklich nicht unterhalten kann. Unglaublich…

Dienstag haben wir dann eine Tour mitgemacht, die auch so das größte Highlight in der Gegend ist (abgesehen davon, dass man ja eh schon mitten in Dschungel ist). Ziel der Tour war der Chieo-Lan-See, eine gut Stunde mit dem Auto von Khao Sok entfernt. Auf dem in den 80ern angelegten Stausee gibt es eine schwimmende Ressorts (im Prinzip Hüttendörfer auf Flössen), zu denen man von einem Pier in der Nähe des Staudamms mit einem so typischen Longtail-Boot gefahren wird. So haben wir es auch gemacht, in „unserem“ Ressort gab es dann erstmal ein paar (sehr leckere) Snacks zu essen und dann ging es mit dem Boot nochmals ein paar Minuten weiter. Der See ist übrigens wirklich schön! Ziel jetzt war eine Insel im See, die wir dann zu Fuß überquerten, wobei Adam, unser Guide, uns Taranteln, einheimische Chamäleons und Affen zeigen konnte. Auf der andern Inselseite angekommen, sind wir auf einem motorisierten Bambusfloss nochmal ein paar hundert Meter weit aus andere Ufer gefahren worden, wo wir noch eine Tropfsteinhöhle besichtigen konnten. Nachdem wir den selben Weg zum schwimmen Ressort zurück sind, gab es da Lunch und anschließend noch 2 Stunden zum schirmen oder paddeln.

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Schöner Ausflug, lustiger Guide, der sich auch viel Mühe gegeben hat, aber natürlich schon 100% für Touris. Aber das ganze in einer wunderschönen Umgebung, für die sich der Abstecher echt gelohnt hat!

Mittwoch, an Steffis Geburtstag, sind wir dann mit Minibus und Fähre nach Ko Lanta gefahren, einer Insel in der Andamanensee. Hier werden wir dann auch was bleiben… Aber das wird dann wieder ein eigener Post.

Thailand Tag 7 – 9, Chiang Mai

Irgendwann am frühen Nachmittag kamen wir nach 6 Stunden Busfahrt in Chiang Mai an, um ganz klassisch direkt aus dem Bus raus von 1000 Taxifahrern „überfallen“ zu werden. „Where are you going?“ „Have you booked?“ (Die Einleitung, um den Fahrgast nach Möglichkeit in irgendein anderes Hotel zu bringen, was ja viel besser sei, als das stinkende Loch, was man sich aus dem Reiseführer ausgesucht hat – und wo der Taxista zufälligerweise Prozente bekommt) usw. Statt 150 Bhat haben wir wir dann 100 bezahlt, um in unser Baan Orapin zu gelangen. Ein saugeiles, altes Teakhaus, vermutlich 100 Jahre alt. Bei uns stände sowas im Museum.

Apropos Museum, bevor ich es vergesse, die Tempel hier in Chiang Mai sind oft aus Holz gebaut und sehen 1:1 aus, wie norgische Stabkirchen, was die Bauweise angeht, die vielen Giebel und sogar die Drachen auf den Firsten. Abgefahren…

Den Abend sind wir dann eigentlich nur planlos durch die Stadt gelaufen , haben vorher unsere Wäsche in der Laundry nebenan abgeben (60 Bhat das Kilo) und haben auf dem Nachmarkt das bisher teuerste Abendessen eher gehabt… 720 Bhat, aber quasi drei Gänge und Getränke für zwei. Erst Eindruck: schön, touristisch, aber trotzdem ganz cool. Und Touri ist man ja auch selbst.

Samstag früh nach dem Aufstehen und dem checken der Mails und Facebook und Nachrichten dann erstmal der Schock. Paris. Schon wieder… Zum heulen, die kalte Wut kriegen und das Unverständnis darüber, was Menschen einander antun könnnen.

Wir sind dann doch in Stadt und bummelten bis Mittags so rum und haben dann ab 13 Uhr ein Radtour (schon wieder!), diesmal mit Recreational Biking gemacht. So kommt mal halt auch mal in Ecken, die anders sind: lokale Märkte, Bauernhöfe, und Strassenrestaurants, an denen ich sonst zu 100% vorbei wäre. Fotografiert hab ich fast nur analog, mal gucken wie die Bilder geworden sind. Hibbelig…


Heute früh sind wir dann um 7 abgeholt worden von einem Fahrer eines Elefanten-Camps (Note 2 self: das nächste Mal vorher buchen… Kurzfristig konnten wir den Ausflug nur machen, weil sich  unser Hotelchef ans Telefon geklemmt hat).  Sehr cool. Reiten auf und Baden mit Elefanten. Naja „reiten auf“ beschränkte sich bei mir auf ein paar Momente. Nachdem ich vor 10 Jahren (Mann, wie die Zeit vergeht) mal vom Pferd fiel und mir dabei übelst die Haxen gebrochen hatte (so richtig, mit Operationen und Blech im Bein und drei Monaten Krankenschein), habe ich da oben eine regelrechte Panikattacke bekommen. Doof. Bin ich dann halt nebenher gelaufen. Trotzdem cool!

Nachmittags sind wir dann nochmals in die Stadt, sind abends auf dem Walking Street Market und haben auf dem Heimweg noch ein Absacker-Bierchen genommen. Entspannung pur. Und fotografiert habe ich wieder nur analog, unter anderem mit dem Cinestill 800 – auf den bin ich auch mal gespannt!