Thailand Tag 5 & 6, Sukhothai

Am Mittwoch morgen haben wir uns in den Bus gesetzt (ganz dekadent 1. Klasse mit Klima und Klo) und sind von Ayutthaya nach Sukhothai gefahren, ca. 5 Stunden und recht entspannt mit einer Pause zwischendurch, bei der wir sogar auf unserer Busfahrkahrte ein kostenloses Mittagessen im Wert von 10(!) Bhat bekommen haben.

In Sukhothai angekommen ging es mit einem Pickup-Taxi ins Hotel (Foresto Sukhothai, sehr zu empfehlen), wo wir erstmal unsere Brocken aufs Zimmer geworfen und uns selber unter die Dusche gestellt haben. Totales Luxuszimmer und sogar ein Pool im Garten, von dem im Internet nichts stand. Mal eine schöne Überraschung! Danach sind wir eine Runde über den Nachtmarkt geschlendert, der aber recht überschaubar ist. Nach einem grandiosen Abendessen im hoteleigenen Restaurant sind wir dann auch bald in die Falle.

Am kommenden Morgen sind wir dann um 8 mit einem Tuktuk nach Alt-Sukhothei (immerhin Weltkulturerbe) und sind bis mittags durch den das historische Zentrum geschlendert, bevor wir dann mit einem recht abenteuerlich anmutenden Bus wieder die 12km zurück nach Neu-Sukhothai gefahren sind. 

  
  
Für den Abend hatten wir eine Radtour gebucht und sind mit Mem von Cycling Sukhothei durch die Reisfelder und das Umland von Sukhothai gefahren. Auch sehr empfehlenswert!

Freitag sind wir dann morgens mit einem 2. Klasse Bus (auch kaum schlechter, als der andere davor) nach  Chiang Mai gefahren. Davon aber später mehr.

Thailand Tag 3 & 4, Bangkok und Ayutthaya

IMG_0011-1Für Montag hatte Steffi eine Tour durch Bangkok gebucht, und zwar eine Tour with Tonn. Individuell geführt, nur du und dein Guide. Unser Guide, Onn war nur ein bisschen enttäuscht, dass wir am Sonntag schon so einiges, was sonst zum Standard gehört schon selbst gemacht hatten. Aber wir wussten auf jeden Fall, dass wir in China Town wollten. Also sind wir da als erstes hin. Ein unvorstellbares Gassengewirr und in jeder Gasse andere Geschäfte, vom billigsten Plastikscheiss (billiger im Dutzend), Schuhe (Mindestabnahmemenge 6 identische Paar), und allen möglichen anderen Kram, das meiste halt eher Großhandel als Einzelhandel, die Gassen dabei aber so eng, dass man in der Mitte laufend rechts und links in die Auslage greifen kann. Trotzdem Thais, die sich da auf Rollern durchwuseln. Eine Straße weiter, dann Lebensmittel. Fisch, Seafood, Gepäck, Insekten. Not my cup of tea….Im Anschluss ging es dann zum Blumenmarkt (wie oben, nur mit Blumen) und anschließend weiter zum Tempel des Reclining Bhudda, direkt gegenüber des Grand Palace. Beeindruckend, ein 46 Meter langer, liegender vergoldeter Bhudda. Wow. Nachdem gemeinsamen Mittagessen haben wir uns dann von unserm  Guide (großes Faible für Geschichte, dem auch wichtig war, dass man von allem das “Big picture” behält (“you understand?”) getrennt und für den nächsten Morgen verabredet, an dem er uns nach Ayutthaya begleiten soll.

Chillen im Hotel und abends haben wir uns erst mit einer Fussmassage verwöhnen lassen und anschließend mit Belinda getroffen, die ich vor über 10 Jahren als Volunteer für Tob’anik nach Guatemala geschickt habe. Sie ist grade auf großer Asienreise und zufällig für ein paar Tage in Bangkok. Das letzte Mal gesehen haben wir uns 2010. Cool,  dass das geklappt hat.

Dienstag morgen hat uns dann Onn wieder am Hotel eingesammelt und uns mit dem Auto (inkl. Fahrer) von Bangkok nach Ayutthaya gefahren und uns durch gefühlte drei Dutzend Tempel geschleift. Das war schön, aber bei 30 Grad und 90% Luftfeuchtigkeit auch echt anstrengend. Puh.

Neben einer Bootstour rund um die Insel, auf der das Zentrum von Ayutthaya liegt, war aber ein totales Highlight der Besuch der Elefanten im Elefant Stay Ayutthaya – Ellis Füttern und Rüssel kraulen!


  
  

 

Thailand Tag 2, Bangkok

Erstmal ausschlafen. Tut das gut… Nachdem Frühstück sind Steffi und ich zum Königspalast bzw. zu dem dazugehörigen Tempel. O Mann, und bei uns hat man Ludwig II. wg. Neuschwanstein in die Klappse gesteckt. So ein Prunk und Protz in diesem Tempel. Abgefahren. 

Von da aus zu Fuß an den Golden Moutain, einem anderen großen Tempel. Von da aus ging es mit der Bahn zu einem Weekend-Market. Namen vergessen, war aber eh nicht so groß. Nur 15.000 Stände. Hallo… Geht es noch? Woanders machen die da eine Stadt raus… Dafür gab es anschließend auf dem Heimweg noch garantiert echte Havaianas für 200 Bhat und ein totales geiles Curry und Sticky Rice with Mango. Yummy..

Ach ja, Chatuchak heißt der Markt.

    
 

Thailand Tag 1, Bangkok

Oh Mann, vor ein paar Jahren kam Asien auf meiner persönlichen Weltkarte nicht mal vor. Und abgesehen von ein paar Dienstreisen nach Indien und Seoul war ich auch gefühlt noch nie östlich von Berlin. Das liegt ja eh quasi schon auf der eurasischen Scheide.

Und gestern früh saßen wir dann auf einmal wirklich im Flugzeug nach Thailand. Keine Ahnung, wie das passieren konnte… Naja, mit Umstieg in Abu Dhabi waren wir dann von Düsseldorf nach Bangkok 14 Stunden unterwegs, gefühlt genauso lange dauerte die Zugfahrt mit 2 Mal umsteigen in die Stadt. Aber, dank eines Tuktuk-Fahrers auf den letzen 2 km haben wir auch unser B&B gefunden, das Kama. Sehr niedlich, sauber und nette Leute. Soweit, so empfehlenswert.

Aufs Zimmer, geduscht, eine Runde gepennt und dann sind wir von 2 Uhr mittags bis abends um 9 noch durch die Stadt. Beeindruckend. Und nicht ganz so chaotisch wie gedacht und der Verkehr ist auch nur halb so schlimm wie in Bangalore 😉 Das können die Inder dann doch noch besser.

Per Zufall waren abends noch auf dem Asiatique Markt, einem Nachmarkt, sehr schick, aber sehr touristisch. Mal an der Waterfront in Kapstadt gewesen? Genau so, sogar auch am Wasser.

  

Cinestill 50 und Tetenal C41

scanScan-151025-00072Für eine anstehende Reise, bei der unter anderem asiatische Großstädte auf dem Programm stehen, habe ich  mir mal ein paar Cinestill-Filme gekauft und die auf dem letzten Trip in die Toskana mal ausprobiert. Während der 800er noch in der Kamera ist, habe ich jetzt mal den  50er entwickelt. Das erste mal Farbfilm und dann gleich Cinestill. Ich war hibbelig 😉

Das ansetzen der Chemie aus dem Tetenal Kit ist recht einfach, entwickelt habe ich dann bei 30°, weil mir die Temperatur für die Chemie einfacher zu erreichen und zu halten schien. Ansonsten habe ich mich an Thorsten Beitrag zur Entwicklung in Tetenal gehalten, weswegen ich hier gar nicht allzusehr auf den eigentlichen Entwicklungsprozess eingehen will – besser als Thorsten kann ich das auch nicht beschreiben. Wie Thorsten in einem späteren Post schon geschrieben hat, kann ich einen leichten Blaustich feststellen; bei meinen Bildern insbesondere in den Schatten. Ob das am Entwickler, Film, der Kombi oder am Scan liegt… Keine Ahnung, aber man bekommt ihn ganz gut weg.

scanScan-151025-00035 Insgesamt bin ich von dem Film echt begeistert. Quasi kein Korn, super auflösend und bei Tageslicht tolle Farben. Ist zwar nicht schwarz-weiß (ich liebe schwarz-weiß!), aber für einen Farbfilm schon ziemlich gut…

 

Beide Bilder sind in Florenz entstanden und wurdem mit einer Leica M6 und dem 35mm Voigtländer Color Skopar f/2.5 MC gemacht.

Im Hohen Venn

IMG_4847Das Hohe Venn ist als Hochmoor Belgiens größtes Naturschutzgebiet und liegt nicht weit von der deutschen Grenze entfernt zwischen Eupen, Monschau, Malmedy und Spa. Die Landschaft ist eindrücklich, karg und öde (im positiven Sinne). Als Landschaft hat sich auf mich den selben Eindruck hinterlassen, wie Venedig als Stadt, irgendwie morbide halt. Natürlich ist das Hohe Venn nicht schwarz-weiß (so wie früher ja alles 😉 ), aber für mich eine ganz klassische Schwarz-Weiß-Landschaft. Am liebsten irgendwie im Morgennebel im Herbst…

Naja, langer Rede kurzer Sinn. Anfang Mai waren wir mal wieder im Venn, nachdem mein letzter Besuch daran scheiterte, dass nach dem Brand im April 2011 viele Holzstege im Venn noch nicht wieder aufgebaut waren und daher große Bereiche des Venns nicht wieder zugänglich waren. Das ist mittlerweile anders.scanScan-150510-0003

Ich hatte (antürlich) die Pinhole dabei und außerdem mal wieder die Canon 5D. Zum Glück hatte ich alle 5 Kassetten mit Negativen bestückt, so dass ich insgesamt 10 Bilder machen konnte. Es war zwar ziemlich bewölkt an den Tag aber trotzdem so hell, dass die Belichtungszeiten der Pinhole alle zw. 1 und 2 Sekunden lagen. Zwei Negative habe ich beim entwicklen versemmelt, (in den selben Schlitz der Jobo-Spirale geschoben – F**K!), aber 8 sind was geworden. Mittlerweile habe ich auch alle Negative entwickelt, 4 trocknen aber noch vor sich hin und werden erst heute nachmittag den Weg aufs Scannerglas finden.

In jedem Fall ist das Venn für alle Freunde der Naturfotografie ein lohnendes Ziel, wenn auch kein leichtes. Aufgrund der Topografie und der kargen Vegetation verliert sich das Auge schnell und es ist nicht einfach, besondere Motive zu finden, die dann auf dem Bild noch so gut und besonders aussehen, wie man es sich zuvor gedacht hatte. Ging mir zumindest so.

IMG_4885 Einige Bilder aus der Canon habe ich auch in Farbe gelassen, aber irgendwie liegt mir schwarz-weiß doch mehr. Und, ich sagte es ja schon, zum Venn passt das einfach besser. Auch wenn der Nebel fehlte, aber man kann nicht immer alles haben. Das schwarz-weiße Foto oben ist mit der Pinhole (mit dem Ilford FP4) gemacht, das unten mit der Canon. Nachdem ich mit der Nachbearbeitung durch war ist mir erst so richtig aufgefallen, wie ähnlich die am Ende doch aussehen. Ich mag den Look halt einfach: Wolken gerne etwas dramatisch, hoher Kontrast und keine oder wenig Spitzlichter.

 

 

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Hier geht es zu meinem flickr-Album mit Bildern aus dem Hohen Venn.

Berlin (ist auch eine Reise wert)

DSCF1320Mit Berlin verbindet mich so eine Art Haßliebe. Ja, Berlin ist hip und cool und architektonisch spannend und bietet eine Menge zu Bestaunen. Aber diese überbreiten Straßen, dieses wüste Regierungsviertel mit diesen unambitioniert angelegten Freiflächen, die Berliner Schnauze und die ganze Attitüde… Ach, wir werden einfach nicht so richtig warm miteinander.

 

Trotzdem waren wir aber am Wochenende in Berlin, weil ich nämlich zu Weihnachten ein Wochenende in Berlin geschenkt bekommen habe, um dort die erste Vivian Maier-Ausstellung in Deutschland zu besuchen. Sehenswert! So intensive Bilder, dass wir gleich zweimal drin waren, einmal Samstag, einmal Sonntag. Vivian muß eine “merkwürdige” Person gewesen sein. Wenn man den Film gesehen hat, dann kommen in ihrer Persönlichkeit schon leicht messi-hafte Züge rüber. Sie konnte sich scheinbar von nichts wirklich trennen, hat Tonnen von Quittungen, Zeitungen und Abholzetteln aufgehoben. Und so hat sie auch fotografiert. Als stünde sie unter dem Wahn, alles festhalten zu müssen. Über 110.000 Negative! In 40 Jahren (länger war ihre aktive Schaffensphase nicht oder zumindest nicht wesentlich) sind das ohne Pause mehr als 50 Bilder die Woche. Und dann nich die Filmerei auf Super 8 und 16… Und ein normales Leben als Kindermädchen hatte sie ja auch noch.  Unglaublich. Aber ein wahnsinnig gutes Auge, insbesondere für die kleinen und großen Hässlichkeiten des Lebens. Mir gefallen am besten Ihre früheren Bilder aus New York und Chicago, die sie mit ihrer Rolleiflex gemacht hat.

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Und daneben haben wir uns die Füße platt gelaufen zwischen Alexanderplatz, Potsdamer Platz, Brandenburger Tor und Kreuzberg.  Ja, coole Stadt. Dort leben wollen? Nö… Nebenbei haben wir beide aber selber natürlich auch fotografiert. Ich hatte die Leica M6 und die Fuji X-Pro mit. Letztere auch zum ersten Mal. Schicke Bilder, aber die Kamera sammelt auch Staub ohne Ende. Konstruktionsbedingt, da kann sie nix für. Aber z.T. hatte ich Staubflocken drauf, die echt riesig waren, was halt schon nervt.

 

Nun denn, ein paar Bilder sind wirklich gut geworden. Der Berliner Fernsehturm direkt von unten, in Lightroom erst beschnitten, dann in schwarzweiß und schlußendlich in ein Negativ konvertiert. So kann man auch nachmittags um 5 Nachtaufnahmen machen. 😉

DSCF1249 Die Filme aus der Leica muß ich noch entwickeln, das werde ich vermutlich bei einem Glas Rotwein heute abend mal machen.

Und nochmal Venedig

IMG_3347.JPGSo… Einscannen wollte mit den Negativen aus Venedig nicht recht klappen. Die dunklen Bereiche waren durch die Bank abgesoffen. Also abfotografieren… Was dann auch gut funktioniert hat, musste lediglich die Belichtung etwas anpassen.

Hier mal die ersten Bilder.