Das Schweizer Taschenmesser

…ist ja so das Synonym für ein All-in-one-Ding an sich. Die Allzweckwaffe halt. Kann alles, aber nix so gut, wie das jeweils richtige Werkzeug. Etwas, über das der Engländer (oder Ami in diesem Fall) sagen würde, it does the job.

Mein zweirädriges Schweizer Taschenmesser ist vor ein paar Tagen hier eingezogen. Schon seit dem letzten Herbst und der fixen Idee, mich künftig altersgerecht auf „lang“ statt „schnell“ zu konzentrieren, hatte ich ja über ein anderes Fahrrad genau für diesen Zweck nachgedacht und hatte dabei eine kleine Checkliste als Pflichtenheft aufgestellt. Die Idee dahinter war, dass es ein Rad werden soll, mit dem man eher komfortorientiert, sorgenfrei lange Strecken fahren kann. And here it is…

Es ist ein Gravelrad, obwohl ich gar nicht graveln will. Kein Rennrad, um damit wirklich Rennen zu fahren (was ich eh nicht tue), aber schnell ist es trotzdem; kein klassiches Reiserad, aber reisen kann man damit auch. Ein Schweizer Taschenmesser halt. Ein Rad, mit dem ich Brevets fahren oder bikepacken und dabei auch mal abseits asphaltierter Straßen unterwegs sein kann. Solide Technik, außen verlegte Züge, komfortabler Stahlrahmen und Carbongabel für den Comfort. Langer Radstand und damit eher laufruhig als agil.

Heute, bei laut Wetter-App gefühlten minus 8 Grad, war ich das erste Mal damit kurz unterwegs, weil es mich halt tierisch gejuckt hat, das Rad draussen zu bewegen. Wirklich nur kurz, weil echt zu kalt. Anyway. ich glaube meine anderen Räder werden in der nächsten Zeit sehr, sehr einsam werden 😉

Riesendank an die Jungs der Schicken Mütze, die mir das Rad nach toller Beratung so perfekt zusammengestellt und -gebaut haben!